Fastenzeit und Quarantäne: Was die Coronakrise uns lehren kann

Fastenzeit und Quarantäne: Was die Coronakrise uns lehren kann

Während die Welt gegen das Coronavirus kämpft, wurde den Bürgern aller Länder ans Herz gelegt Zuhause zu bleiben um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Merkels eindringlicher Apell, und ihr Dank an all die, die dieser Bitte jetzt nachgehen, wird uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Wir alle stehen somit vor einer Belastungsprobe mit der wir vor wenigen Wochen noch niemals gerechnet hätten. Was von uns verlangt wird, ist einzigartig und nicht einfach. Denn Zuhause zu sitzen, nicht mit seinen Freunden etwas unternehmen zu können, nicht in seine Lieblingsbar oder ins Restaurant gehen zu können, das ist für unsere so freiheitsliebende und krisenunerfahrene Generation neu.

Um so wichtiger ist es, die Vorteile aus dieser Situation zu ziehen, und sich mal zu vergegenwärtigen, was es eigentlich bedeuten kann, dass wir gerade jetzt, in der Fastenzeit vor diese Herausforderung gestellt werden.

Die Bedeutung der Quarantäne

Ganze Städte wurden bereits aufgrund der Ausbreitung des Virus unter Quarantäne gestellt. Das Wort „Quarantäne“ wurde mit der Einschränkung von Aktivitäten oder der Kommunikation von Personen etabliert, um die Ausbreitung von Krankheit zu verhindern. Diese Praxis kann bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als Schiffe, die aus infizierten Häfen nach Venedig kamen, 40 Tage vor der Landung vor Anker liegen mussten, um die Küstenstädte vor den Pestepidemien zu schützen.

Eine Ansicht eines Quarantänebereichs in Malta im 14. Jahrhundert.

Die Quarantäne leitet sich von den italienischen Wörtern „quarantica giorni“ ab, was vierzig Tage bedeutet. Diese Dauer verbindet die Fastenzeit und die Quarantäne. Somit kann man ganz klar sagen, dass jede Fastenzeit auch eine Form der Quarantäne ist.

Welche Beziehung besteht zwischen Fasten und Quarantäne?

Laut Wikipedia ist die Fastenzeit eine religiöse Feier im christlichen liturgischen Kalender, die am Aschermittwoch, sechseinhalb Wochen vor Ostersonntag, beginnt. Während der Fastenzeit wird erwartet, dass wir unsere Interaktionen mit der Außenwelt auf ein Minimum reduzieren. Diese Einschränkung wurden seit jeher als „Fasten“ bezeichnet.

Fasten ist die Enthaltung von all den Dingen die uns sonst zum Genuss zur Verfügung stehen. Diese Enthaltsamkeit hilft, über sich und die Welt besser und mit klarerem Blick nachzudenken. Mit anderen Worten, wenn wir uns während der Fastenzeit von der Welt lösen, geben wir uns die Zeit und einen klareren Verstand, um die Welt aus der Ferne zu beobachten und unsere Handlungen und Entscheidungen in vergangenen Zeiten neu zu bewerten.

In gleicher Weise löst die Quarantäne Menschen von der Welt. Soziale und physische Interaktionen werden abgeschnitten, damit wir die Ausbreitung einer Epidemie aufgrund unserer Interaktionen untereinander nicht fördern.

Vom Zufall der Corona Krise

Da das Coronavirus die Welt fest in ihrem Griff hält, wird die diesjährige Fastenzeit indirekt von der ganzen Welt praktiziert. Wir müssen jetzt, gewollt oder ungewollt, über unsere Handlungen nachdenken, die zur Pandemie geführt haben können, und versuchen zu verhindern, dass sie sich noch weiter ausbreitet.

Einige mögen die Ausgangsbeschränkungen als negative Konsequenz für die Welt insgesamt ansehen, aber mit etwas Willen sich mit dieser Zeit kritisch auseinanzusetzen, könnten wir darin die einmalige Chance sehen, uns kurzfristig von der Welt zu lösen, und unsere Entscheidungen Insgesamt zu überdenken. Und das zufälligerweise, zu einer Zeit, in der auch Christen auf der ganzen Welt die Fastenzeit praktizieren. Wann wäre also ein besserer Moment um sich selbst zu hinterfragen, als jetzt?

Lasst und das beste aus der Krise machen

Man kann sich dieser Tage zwar nicht über die Ereignisse auf der Welt freuen, aber wir müssen die Quarantänezeit bestmöglich nutzen. Damit meine ich, dass wir den Anforderungen dieser Zeit entsprechend handeln sollten. Das bedeutet, dass wir uns ins Sicherheit begeben, unser Leben gemäßigter leben und uns in Abstinenz üben.

Die meisten Menschen sind sehr daran gewöhnt sich, rein aus der Freude zu konsumieren, abzulenken, und sich hauptsächlich mit ihrer Außenwelt zu beschäftigen. Und das ist auch völlig okay. Ich selbst kann mich davon kein bisschen freisprechen. Aber die aktuellen Entwicklungen unserer Zeit schieben uns jetzt einen Riegel vor, und wir sollten es als eine Chance ansehen.

Unsere Verbundenheit mit der Welt beeinflusst die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Von den Lebensmitteln die wir im Supermarkt kaufen, bis zu vielen anderen Entscheidungen des alltäglichen Lebens. Das Fasten während dieser Quarantäne ermöglicht es uns, diese Entscheidungen neu zu bewerten und daran zu arbeiten.

Warum Fasten überhaupt gesund ist

Nicht nur wegen Corona, sondern auch ganz normaler Grippeviren und anderer Infektionskrankheiten die uns im Alltag ständig bedrohen, ist es immer gut sicher zu stelle, dass unser Immunsystem in einwandfreiem Zustand ist. Fasten, oder Intervallfasten, hat sich als eine sehr effektive Methode erwiesen, um unser Immunsystem in Ordnung zu halten.

Wenn wir fasten, ist unser Körper gezwungen, alte Zellen zu reinigen und neue zu produzieren. Diese neuen Zellen sind besser gerüstet, um alle Viren zu bekämpfen, die sich im Körper befinden oder die versuchen, in den Körper einzudringen. Das Fasten gibt uns daher die Möglichkeit, uns vor einer Infektion mit Viren zu schützen. Und obwohl es noch keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt, würden infizierte Personen stark davon profitieren, auf bestimmte Arten von Lebensmitteln zu verzichten und Lebensmittel zu konsumieren, die den Heilungsprozess unterstützen, selbst wenn sie das Fasten praktizieren.

Ich habe hier einen Ausführlichen Artikel über die Vorteile des Fastens bei Krankheit geschrieben.

Wenn du wissen wilst, ob Fasten auch während einer Coronainfektion sinnvoll ist, dann hilft dir vielleicht dieser Artikel weiter.

Diese Krise ist nicht banal

Aus einer anderen Perspektive wird unser Fasten in diesen schwierigen Zeiten zeigen, dass wir nicht nur egozentrische Individuen sind, die die Welt durchstreifen. Die Pandemie hat jetzt schon viele Unternehmen in die Pleite getrieben, und die Wirtschaftshilfen sind begrenzt. Und diese Krise hat, laut vieler Expertenstimmen, noch nichtmal richtig angefangen. Auch die Produktion von Lebensmitteln kann, wenn wir nicht Verantwortungsbewusst konsumieren, knapp werden.

Wenn wir also bewusster konsumieren (vielleicht auch weniger insgesamt statt dreimal am Tag), stellen wir sicher, dass es auch wenn es noch härter kommt, auch jemand anderes satt wird. Genauso muss das sinnlose Klopapier gehamstere aufhören. Einige mögen ja die Quarantänezeit als eine Aufforderung betrachten, das Haus mit Lebensmitteln und Klopapier zu bestücken, aber wir sollten dies als eine Zeit betrachten, um über diese Art von Aktionen nachzudenken und zu versuchen, menschlicher zu handeln.

BItte hört auf Klopapier zu hamstern!

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