Essensfenster Morgens oder Abends?

Essensfenster Morgens oder Abends?

Gleich vorweg: es gibt keinen allgemeingültigen Zeitpunkt, an dem das Fasten besser oder schlechter funktioniert. Auf welchen Teil des Tages du dein 8 Stunden Essensfenster legst, kommt ganz darauf an wann es dir am besten passt.

Trotzdem gibt es gute Gründe für das Fasten zu bestimmten Zeiten, welche deine Ergebnisse, und dein Wohlbefinden stark beeinflussen können. Ich gehe in diesem Artikel ein bisschen auf beide Varianten ein, und vielmehr noch, erkläre worauf du achten solltest, egal für welche Variante du dich entscheidest.

ESSENSFENSTER AM ABEND

Das ist die Zeit, die für mich persönlich am besten funktioniert. Das Essensfenster von 14 bis 22 Uhr wähle ich aus vier Gründen:

1. EINFACHERE FETVERBRENNUNG

Grundsätzlich wissen wir ja, dass jede Nahrungsaufnahme zu einem Anstieg des Blutzuckers, und damit des Insulinspiegels einher geht. Dieser Umstand führt im Körper dazu dass die Fettverbrennung gestoppt wird. Durch den Verzicht auf Essen ab einer gewissen Uhrzeit am Abend (also z.B. 22 Uhr) verlängert sich die nächtliche Fettverbrennung durchs morgendliche Fasten bis in den Mittag oder sogar Nachmittag hinein. Es wäre doch schade, diese Zeit nicht optimal zu nutzen.

2. LEERER MAGEN = MEHR FOKUS IM JOB

Ich finde es einfacher das Frühstück auszulassen. Mit viel Wasser und etwas Kaffee oder Tee, kann ich meinen Appetit in der Regel bis zum Nachmittag in Zaum halten. Auch weil ich in dieser Zeit normalerweise mit Arbeit beschäftigt bin, und die Zeit für wichtige Aufgaben nutze.

Ebenfalls ist die Geistige konzentration am Morgen am höchsten. Essen führt immer erstmal zu einem Abfall der Konzentration, macht uns müde und wir brauchen eine Weile um uns davon zu „erholen“. Der höhere Fokus durchs morgendliche Fasten kann aber perfekt genutzt werden um bis zum Nachmittag richtig was zu erledigen.

3. ESSEN MIT ZEIT IST GESÜNDER

Ich esse gerne ganz in Ruhe und nehme mir dabei viel Zeit. Auf der Arbeit ist es immer an die Arbeitszeit gebunden, weshalb man dazu tendiert hastig zu essen. Abends kann ich aus der Nahrungsaufnahme ein schönes langes Ritual machen.

4. KEIN HEISSHUNGER AM ABEND

Ich war früher ein Nacht-Snacker. Wenn ich um 18 Uhr esse, bin ich normalerweise immer noch voll wenn sich mein Essensfenster gegen 22 Uhr schließt. Vorher darf es dann auch ruhig noch ein Snack, oder die obligatorischen Popcorn zum Film sein. Auf die Weise habe ich garantiert keinen Heißhunger mehr wenn ich ins Bett gehe.

Intervallfasten - Morgens oder Abends? Der Snack zum FIlm.
 

ESSENS-FENSTER AM MORGEN

Ganz nach dem alten Sprichwort „Frühstück wie ein König, Mittagessen wie ein Prinz und Abendessen wie ein Armer“ spricht letztendlich aber auch nichts dagegen schon in der Früh zu essen und sein Fastenfenster auf den Nachmittag zu legen.

Manche mögen, oder brauchen es nunmal aufzuwachen und direkt etwas zu essen. Gerade in Berufen in denen man sehr viel körperliche Arbeit leistet und schon vor dem Mittag locker mal 1000 kalorien verbraucht ist dies auch durchaus ratsam. Folgende Gründe könnten dafür sprechen das Essensfenster in den Morgen zu legen.

1. ENERGIE WENN MAN SIE BRAUCHT

Wie schon oben erwähnt sind viele Menschen in körperlich anstrengenden Jobs unterwegs. Gerade dann ist es oft unverzichtbar schon am Morgen die entsprechenden Kalorien zu tanken, damit der Körper nicht nach wenigen Stunden die eigenen Reserven (Glykogenspeicher, Muskeln, Fettreserven) angehen muss. Hier besteht durchaus die Gefahr von Schwächeanfällen und Überarbeitung.

2. BESSERER SCHLAF

Zugegeben, mit einem vollen Bauch lässt es sich manchmal nicht gut schlafen. Gerade nach einer sehr schweren, fettreichen letzten Mahlzeit (wovon ich abrate) ist nicht nur das Einschlafen schwerer, sondern auch die Schlafqualität beeinträchtigt. Wer also sowieso schon Einschlafprobleme hat, für den ist das späte Essen wahrscheinlich nichts. 

3. FRÜHSTÜCK MIT DEN LIEBSTEN

Ein wirklich guter Grund warum du dein Esensfenster in den Morgen legen solltest ist natürlich das gemeinsame Frühstück mit der Familie. Nicht nur, dass dies vielleicht die einzige Zeit am Tag ist an der mal alle gemeinsam am Tisch sitzen, sondern weil gemeinsames Essen schon seit jahrtausenden das soziale Zusammenleben fördert und bereichert. 

Intervallfasten - Morgens oder Abends? Das Frühstück mit der Familie.

Abgesehen von diesen Gründen ist Frühstück natürlich auch eine tolle Sache, und etwas womit man gerne den Tag startet. Ein paar Aufbackbrötchen, etwas Butterbrot, ein Ei und dazu der Kaffee – das ist schon was schönes, und für mich definitiv etwas, was ich an gewissen Sonntag nicht missen möchte. Wenn es für dich ohne Frühstück nicht geht, dann zwing dich nicht es wegzulassen. Denn deinem Körper ist es egal wann du fastest. 

FLEXIBLES ESSENS-FENSTER

Ebenfalls möglich ist es natürlich sein Essensfenster jeden Tag zu wechseln. Von dieser Methode würde ich allerdings abraten da dies weder einen Fasten-technischen nutzen bringt (zumindest keiner der mir bisher bekannt ist) noch man auf diese Art ein konsequentes Ritual etablieren kann welches einem etwas Struktur für den Tag gibt.

Wie ihr seht, hat sich für mich das morgendliche Fasten zum Optimum herauskristallisiert. Doch letztendlich ist es egal wann du Fastest, wenn du die nachfolgenden Tipps beachtest.

WARTE NICHT AUFS ESSEN

Das schlimmste was du tun kannst wenn du fastest, ist nicht beschäftigt zu sein. Der Mensch tendiert bei Langeweile dazu sich mit Essen abzulenken. Deshalb solltest du dein Fasten-Fenster immer auf eine Zeit legen in der du garantiert beschäftigt und gut abgelenkt bist.

Das ist insbesondere in den ersten 2 bis 3 Woche von großem Vorteil um den anfänglichen Hunger nicht so sehr zu spüren.

PLANE DEIN ESSEN

Das mag nun widersprüchlich klingen, doch während du auf der einen Seite nicht auf das Essen warten solltest, ist es enorm hilfreich wenn du schon im Vorfeld planst was du isst, und früh genug die Vorkehrungen dafür triffst.

Was mir Anfangs oft passiert ist, war das ich zwar grob geplant hatte wann ich essen will, jedoch die Vorbereitungen nicht frühzeitig getroffen habe.

Denn wenn du erst noch einkaufen und kochen musst, verstreicht schnell mal eine ganze Stunde deines Essens-Fensters in dem du gar nicht isst. Und da es für viele eh schon eine kleine Herausforderung ist innerhalb von 8 Stunden auf seine Kalorien zu kommen, ist dies wertvolle Zeit die du dann verloren hast. Tue dir das nicht an und bereite früh genug alles vor. Schließlich hast du 16 Stunden dafür Zeit!

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