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Wasserfasten: Alles was du darüber wissen musst

Das Fasten ist seit Jahrhunderten eine beliebte Praxis. Grundsätzlich geht es darum, die Nahrungsaufnahme über einen festgelegten Zeitraum zu beschränken. Bisher wurde das Fasten als religiöse Aktivität angesehen, bei der die Fastenzeiten als Zeit der geistigen Erneuerung und Reflexion dient.

Es gibt viele verschiedene Arten des Fastens, doch das Ziel ist immer dasselbe. Heute möchte ich von den vielen Arten des Fastens eine mal etwas ausführlicher behandeln: Das Wasserfasten.

Wasserfasten ist, wie der Name schon sagt, eine Art Fasten, in der man Verzicht auf alles bis auch Wasser übt. Einfacher ausgedrückt ist Wasserfasten eine Art des Fastens, bei dem Sie für einen festgelegten Zeitraum nur Wasser konsumieren – kein Essen, keine Getränke, keinen Wein, nur Wasser. Es gibt zwar keine festgelegte Zeitspanne, in der das Fasten mit Wasser dauern sollte, es wird jedoch empfohlen, dass es nicht länger als 5 Tage dauert. Man kann zwar durchaus länger fasten, jeodch sollte man dafür eng von seinem Arzt überwacht werden.

Viele Menschen versuchen das Fasten mit Wasser aus verschiedenen Gründen, darunter religiöse oder spirituelle Praktiken, Gewichtsverlust, Entgiftung, verschiedene gesundheitliche Vorteile oder die Vorbereitung auf einen medizinischen Eingriff. Unter diesen Zwecken des Wasserfastens ist der häufigste Grund, warum Menschen Wasserfasten betreiben, der gesundheitliche Nutzen.

Tatsächlich soll das Fasten mit Wasser dazu beitragen, das Risiko für bestimmte Krebsarten, Herzerkrankungen und Diabetes zu verringern. Aber wie viele andere Dinge im Leben birgt auch das Fasten mit Risiken. Dieser Artikel behandelt alles, was Sie über das Fasten mit Wasser wissen müssen.

Vorteile des Wasserfastens

Obwohl das Fasten mit Wasser viele potenzielle gesundheitliche Vorteile hat, sollten wir uns nicht übernehmen. Es gibt keine wesentlichen Untersuchungen zu diesem Thema, da die meisten Studien zum Wasserfasten an Tieren durchgeführt wurden. Aus diesem Grund wurden die Vorteile des Wasserfastens als „potenziell“ bezeichnet, aber sie sind immer noch wissenswert.

Wasserfasten kann Gewichtsverlust fördern

Die meisten Menschen, die sich mit Wasserfasten beschäftigen, sind am meisten an dem Vorteil des Gewichtsverlustes dieser Art des Fastens interessiert. Es ist normal, dass durch die Beschränkung der Kalorienaufnahme für 24 Stunden oder länger höchstwahrscheinlich ein Gewichtsverlust auftritt.

Das Fasten mit Wasser hilft dem Körper, die Ketose zu erreichen – ein Zustand, in dem der Körper Energie aus internen Fettspeichern anstelle der Energie aus der Nahrung verbraucht -, indem er den Körper dazu zwingt, Fettzellen zur Energiegewinnung zu verbrennen. In den ersten zwei Tagen des Wassersfastens ist es möglich, bis zu vier Pfund Gewicht zu verlieren. Es wäre jedoch falsch anzunehmen, dass ein derart schneller Gewichtsverlust in auch in den darauf folgenden Tagen erhalten bleiben wird.

Wasserfasten kann das Zellrecycling fördern

Studien zum Wasserfasten an Menschen und Tieren haben gezeigt, dass es die Autophagie fördert. Autophagie ist der Prozess des Körpers, bei dem Abfälle, die durch Abbau entstehen, oder Komponenten, die entweder nicht mehr funktionieren oder vom Körper nicht benötigt werden, beseitigt werden. Einfacher ausgedrückt ist Autophagie ein Prozess, bei dem alte Körperteile im Körper abgebaut und recycelt werden. Wenn wir mit Wasser fasten, reinigen unsere Körper selbst abnormale Zellen, was ein sehr wichtiger Bestandteil einer gesunden Lebensweise ist.

Wasserfasten kann den Blutdruck senken

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein niedrigerer Blutdruck erreicht werden kann, indem mehr Wasser getrunken und weniger Salz konsumiert wird. Wie könnte man beides also besser erreichen als durch Wasserfasten? Wenn das Fasten mit Wasser medizinisch überwacht und über einen längeren Zeitraum praktiziert wird, kann es helfen, den Blutdruck zu kontrollieren.

Eine vom Nationalen Zentrum für Biotechnologie-Informationen veröffentlichte Studie ergab, dass 82% von 68 Menschen mit grenzwertigem Bluthochdruck den Blutdruck gesenkt hatten, nachdem sie, medizinisch überwacht, Wasserfasten praktiziert hatten.

Wasserfasten kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken

Obwohl es dafür keine eindeutige Erklärung gibt, haben einige Studien gezeigt, dass Wasserfasten das Risiko für Herzerkrankungen senken kann. Wasserfasten würde, wenn es medizinisch überwacht wird, dazu beitragen, den Triglycerid- und Cholesterinspiegel zu senken – zwei Hauptfaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Pilotstudie ergab, dass ein Tag mit Wasserfasten den Triglyceridspiegel senken und den Gesamtcholesterin- und HDL-Spiegel verbessern kann. Es gibt auch eine Reihe von Tierstudien, die zeigen, dass Wasserfasten das Herz vor Schäden durch freie Radikale schützen kann, die eine wichtige Rolle bei vielen chronischen Krankheiten spielt.

Viele andere Tierstudien haben auch herausgefunden, dass Wasserfasten dazu beitragen kann, das Wachstum von Krebszellen im Körper zu mildern und die Wirkung der Chemotherapie zu verstärken. Es sollte jedoch mit angemerkt werden, dass die meisten Untersuchungen zum Fasten mit Wasser in Bezug darauf, wie es das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann, an Tieren durchgeführt wurden und noch mehr Forschung am Menschen erforderlich ist.

Wasserfasten kann zum Schutz vor Diabetes beitragen

Studien haben gezeigt, dass Wasserfasten dazu beitragen kann den Körper empfindlicher für Leptin und Insulin (Hormone, die den Stoffwechsel des Körpers beeinflussen) zu machen. Während Insulin dem Körper hilft, Nährstoffe aus dem Blutkreislauf zu speichern, hilft Leptin dem Körper, sich satt zu fühlen. Es ist diese Empfindlichkeit, die dazu beitragen würde, das Diabetes-Risiko zu verringern. Auch hier wurde jeoch der Großteil der Forschung zum Wasserfasten bisher an Tieren und nicht an Menschen durchgeführt.

Wasserfasten kann oxidativen Stress senken

Die Verringerung des oxidativen Stresses ist ein weiterer Vorteil des Wasserfastens. Die Anreicherung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) aufgrund eines ungesunden Lebensstils und schlechter Ernährungsgewohnheiten erhöht den oxidativen Stress und die Entzündung im Körper. Wasserfasten kann diesen oxidativen Stress wirksam reduzieren. Eine Studie zeigt, dass elf Tage Wasserfasten bei 10 Freiwilligen ihren oxidativen Stress signifikant reduzierten.

Gefahren des Wasserfastens

In Anbetracht der potenziellen gesundheitlichen Vorteile des Wasserfastens ist es wichtig, dass wir einige offensichtliche Nachteile dieser zunehmend populären Praxis berücksichtigen. Einige der Gefahren des Wasserfastens sind:

Wasserfasten kann zu Dehydration führen

Ja, das hast du richtig gelesen. Auch wenn beim Fasten Wasser getrunken wird, besteht dennoch die Gefahr, dass du dehydrierst. Dies liegt daran, dass mindestens 20% unseres täglichen Wasserverbrauchs aus der Nahrung stammen, die wir zu uns nehmen. Viele Menschen wissen dies nicht, und trinken während des Wasserfastens die gleiche Menge Wasser, die sie trinken würden wenn sie nicht Fasten. Infolgedessen konusmieren sie dann nicht genug Wasser. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, während des Wasserfastens mehr Wasser als gewöhnlich zu trinken.

Wasserfasten kann Nährstoffmangel verursachen

Wasserfasten kann wie jedes andere Fastenprotokoll das Risiko von Nährstoffmängeln erhöhen. Wenn Sie fasten, beschränken Sie Ihre Kalorienaufnahme, was zu einer Einschränkung der essentiellen Vitamine, Mineralien, Fettsäuren, Aminosäuren und Elektrolyte führt. Einfach ausgedrückt, Sie bekommen nicht genug von den meisten Dingen, die Ihr Körper braucht, um richtig zu funktionieren.

Wasserfasten kann zu Wasservergiftungen führen

Hyponatriämie, die medizinische Bezeichnung für Wasserintoxikation, tritt auf, wenn Wasser und Salz durch Schwitzen verloren gehen und nur durch Wasser ersetzt werden. Da Sie während des Fastens nur Wasser trinken müssen, ist es nicht ratsam, während des Fastens zu trainieren, da Sie durch Schweiß Salz verlieren und es nicht durch Essen ersetzen können.

Eine sehr genau abgestimmte Menge an verschiedenen Salzen, wie Himmalyasalz, Magnesium und Kaliumchlorid kann vermeiden, dass du eine gefährliche Menge an elektolyte verlierst. Ein gutes Rezept für dieses Wassergemischt ist:

  • 2 liter Wasser
  • 1 Teelöffel Kaliumchlorid
  • 1 / 2 Teelöffel Natriumchlorid (Himalayasalz)
  • 1 Teelöffel Natriumbicarbonat (Backpulver)
  • 1/ 2 Teelöffel Magnesiumsulfat (Bittersalz in Lebensmittelqualität)

Wasserfasten kann Schwindel und Müdigkeit verursachen

Es kommt häufig vor, dass Menschen die Wasserfasten eine orthostatische Hypotonie erleben – ein plötzlicher Blutdruckabfall, wenn eine Person aufsteht, wodurch sich die Person benommen, schwindelig und anfällig für Ohnmacht fühlt. Es wird empfohlen, dass wenn man dies während des Fastens beobachtet, das Fasten abbricht und ein andere Art des Fastens ausprobiert, die sich für den Körper besser anfühlt.

Wasserfasten kann einige Erkrankungen verschlimmern

Obwohl nachgewiesen wurde, dass, wenn man im gesunde Maße Wasserfasten praktiziert, es dazu beitragen kann bestimmte Erkrankungen zu verhindern, es auch eben diese Erkrankungen verschlimmern kann wenn man bereits an ihnen leidet. Daher wird Menschen mit Essstörungen, Diabetes und Gicht nicht em zu fasten, oder sich zumindest von ihrem Arzt dabei begleiten zu lassen.

Wie man Wasserfasten durchführt

Nachdem wir die Vorteile und Gefahren des Wasserfastens in Betracht gezogen haben, erkläre ich es am besten umgesetzt wird. Es ist wichtig, sich dem Fasten vorsichtig zu nähern, langsam zu beginnen und zu wissen, wann man aufhört. Folgendes sollte beachtet werden, wenn du mit dem Wasserfasten beginnen möchtest:

Vor dem Wasserfasten

• Besuche deinen Arzt, um zu besprechen, ob das Fasten mit Wasser für dich sicher ist oder nicht.
• Stelle sicher, dass du nicht an bestimmten Erkrankungen leidest. Zu denen gehören Essstörungen, Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen, Nieren- oder Lebererkrankungen, Lähmungen, organisches Gehirnsyndrom usw..
• Wähle eine Dauer, die für dich am besten geeignet ist
• Faste in einer stressfreien Zeit
• Seie mental vorbereitet und ausgeglichen
• Gehe es langsam an. Du kannst dich ungefähr 4 Wochen lang insofern darauf vorbereiten, indem du in der ersten Woche das Frühstück weglässt, dann sowohl das Frühstück als auch das Mittagessen überspringst, und in der letzten Woche nur noch ein kleines Abendbrot zu dir nimmst.

Während des Wasserfastens

• Stelle sicher, dass du täglich zwischen 9 und 13 Gläser Wasser zu dir nimmst. Das Wasser sollte natürlich nicht auf einmal getrunken, sondern über den Tag verteilt werden.
• Faste beim ersten Mal nicht länger als 72 Stunden ohne ärztliche Aufsicht.
• Versuche deinen Hunger zu kontrollieren, in dem du zusätzliches Wasser trinkst wann immer es schlimmer wird. Du kannst dich auch mit Aktivitäten ablenken, um das Gefühl des Hungers zu bekämpfen.
• Faste unter Aufsicht eines Arztes
• Vermeide Schwindelattacken, indem du gelegentlich tief einatmest und nicht plötzlich aufstehen
• Gönne dir während des Fastens Ruhe, und mache wenn nur leichten Sport.
• Vermeide schweres training.

Nach dem Wasserfasten

• Brich dein Fasten allmählich, indem du am ersten Tag alle zwei Stunden kleine Mengen essen zu dir nimmst.
• Vermeide es, unmittelbar nach dem Fasten eine schwere Mahlzeit zu dir zu nehmen. Der Burger kann jetzt auch noch einen oder zwei Tage warten.
• Du kannst mit einem Smoothie oder einer leichten Mahlzeit das Fasten brechen.
• Deine Nachfastenzeit sollte ungefähr 3 Tage dauern, insbesondere wenn du 3 oder mehr Tage gefastest hast. Andernfalls reicht es wenn deine Post-Fasten-Periode nur einen Tag dauert.

Wer sollte Wasserfasten

Du darfst Wasserfasten, wenn dein Arzt es gutheißt, du deine Immunität stärken möchtest, übergewichtig bist oder ein vom Arzt überwachtest Programm zum Wasserfasten durchführst.

Wer sollte nicht Wasserfasten

Nicht fasten solltest du wenn dein Arzt dich aufgrund deiner Konstitution davor warnt, du an Hypoglykämie (niedrigem Blutzucker) leidest, an Diabetes leidest, Medikamente einnimmst, kürzlich operiert wurdest, schwanger bist oder am stillen bist.

Fazit

Wasserfasten ist im Laufe der Jahre zu einer beliebten Methode des Fastens geworden. Die Popularität kann auf die verschiedenen Vorteile zurückgeführt werden, die sich aus der Beobachtung unter angemessener ärztlicher Aufsicht ergeben. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die meisten Studien zum Wasserfasten und seinen Vorteilen an Tieren durchgeführt wurden und einige der beobachteten Wirkungen möglicherweise nicht auf den Menschen anwendbar sind.

Infolgedessen sind mehr Studien am Menschen erforderlich, um den Nutzen oder die Wirksamkeit für den Menschen festzustellen.
Man sollte es aufgrund der vielen erhofften Vorteile des Wasserfastens auch einfach nicht übertreiben. Obwohl das Fasten mit Wasser dir beim Abnehmen helfen kann, besteht die Möglichkeit, dass der größte Teil des Gewichtsverlusts hauptsächlich aus Wasser und Glykogen gespeicherten Kohlenhydraten besteht.

Wenn du an einer Krankheit leidest, dann stelle sicher, dass du einen Arzt oder einen erfahrenen Ernährungsberater an deiner Seite hast bevor du mit dem Fasten beginnst. Langfristiges Wasserfasten wird für Personen mit bestimmten Gesundheitszuständen, die ich in diesem Artikel erwähnt habe, nicht empfohlen. Wenn du aber Fasten möchtest, probiere vielleicht erstmal intermittierendes Fasten oder alternierendes Fasten (1 Tag essen, einen Tag fasten) aus.

Höre auf deinen Körper, und wisse wann es Zeit ist das Fasten zu brechen. Wenn du dich krank, übermüdet, schwindelig oder emotional gestresst fühlst, dann lass es erstmal sein, und versuche es wieder wenn du vollständig gesund aus ausgeglichen bist.

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Fastenzeit und Quarantäne: Was die Coronakrise uns lehren kann

Coronakrise: Was wir von ihr lernen können

Während die Welt gegen das Coronavirus kämpft, wurde den Bürgern aller Länder ans Herz gelegt Zuhause zu bleiben um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Merkels eindringlicher Apell, und ihr Dank an all die, die dieser Bitte jetzt nachgehen, wird uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Wir alle stehen somit vor einer Belastungsprobe mit der wir vor wenigen Wochen noch niemals gerechnet hätten. Was von uns verlangt wird, ist einzigartig und nicht einfach. Denn Zuhause zu sitzen, nicht mit seinen Freunden etwas unternehmen zu können, nicht in seine Lieblingsbar oder ins Restaurant gehen zu können, das ist für unsere so freiheitsliebende und krisenunerfahrene Generation neu.

Um so wichtiger ist es, die Vorteile aus dieser Situation zu ziehen, und sich mal zu vergegenwärtigen, was es eigentlich bedeuten kann, dass wir gerade jetzt, in der Fastenzeit vor diese Herausforderung gestellt werden.

Die Bedeutung der Quarantäne

Ganze Städte wurden bereits aufgrund der Ausbreitung des Virus unter Quarantäne gestellt. Das Wort „Quarantäne“ wurde mit der Einschränkung von Aktivitäten oder der Kommunikation von Personen etabliert, um die Ausbreitung von Krankheit zu verhindern. Diese Praxis kann bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als Schiffe, die aus infizierten Häfen nach Venedig kamen, 40 Tage vor der Landung vor Anker liegen mussten, um die Küstenstädte vor den Pestepidemien zu schützen.

Eine Ansicht eines Quarantänebereichs in Malta im 14. Jahrhundert.

Die Quarantäne leitet sich von den italienischen Wörtern „quarantica giorni“ ab, was vierzig Tage bedeutet. Diese Dauer verbindet die Fastenzeit und die Quarantäne. Somit kann man ganz klar sagen, dass jede Fastenzeit auch eine Form der Quarantäne ist.

Welche Beziehung besteht zwischen Fasten und Quarantäne?

Laut Wikipedia ist die Fastenzeit eine religiöse Feier im christlichen liturgischen Kalender, die am Aschermittwoch, sechseinhalb Wochen vor Ostersonntag, beginnt. Während der Fastenzeit wird erwartet, dass wir unsere Interaktionen mit der Außenwelt auf ein Minimum reduzieren. Diese Einschränkung wurden seit jeher als „Fasten“ bezeichnet.

Fasten ist die Enthaltung von all den Dingen die uns sonst zum Genuss zur Verfügung stehen. Diese Enthaltsamkeit hilft, über sich und die Welt besser und mit klarerem Blick nachzudenken. Mit anderen Worten, wenn wir uns während der Fastenzeit von der Welt lösen, geben wir uns die Zeit und einen klareren Verstand, um die Welt aus der Ferne zu beobachten und unsere Handlungen und Entscheidungen in vergangenen Zeiten neu zu bewerten.

In gleicher Weise löst die Quarantäne Menschen von der Welt. Soziale und physische Interaktionen werden abgeschnitten, damit wir die Ausbreitung einer Epidemie aufgrund unserer Interaktionen untereinander nicht fördern.

Vom Zufall der Corona Krise

Da das Coronavirus die Welt fest in ihrem Griff hält, wird die diesjährige Fastenzeit indirekt von der ganzen Welt praktiziert. Wir müssen jetzt, gewollt oder ungewollt, über unsere Handlungen nachdenken, die zur Pandemie geführt haben können, und versuchen zu verhindern, dass sie sich noch weiter ausbreitet.

Einige mögen die Ausgangsbeschränkungen als negative Konsequenz für die Welt insgesamt ansehen, aber mit etwas Willen sich mit dieser Zeit kritisch auseinanzusetzen, könnten wir darin die einmalige Chance sehen, uns kurzfristig von der Welt zu lösen, und unsere Entscheidungen Insgesamt zu überdenken. Und das zufälligerweise, zu einer Zeit, in der auch Christen auf der ganzen Welt die Fastenzeit praktizieren. Wann wäre also ein besserer Moment um sich selbst zu hinterfragen, als jetzt?

Lasst und das beste aus der Krise machen

Man kann sich dieser Tage zwar nicht über die Ereignisse auf der Welt freuen, aber wir müssen die Quarantänezeit bestmöglich nutzen. Damit meine ich, dass wir den Anforderungen dieser Zeit entsprechend handeln sollten. Das bedeutet, dass wir uns ins Sicherheit begeben, unser Leben gemäßigter leben und uns in Abstinenz üben.

Die meisten Menschen sind sehr daran gewöhnt sich, rein aus der Freude zu konsumieren, abzulenken, und sich hauptsächlich mit ihrer Außenwelt zu beschäftigen. Und das ist auch völlig okay. Ich selbst kann mich davon kein bisschen freisprechen. Aber die aktuellen Entwicklungen unserer Zeit schieben uns jetzt einen Riegel vor, und wir sollten es als eine Chance ansehen.

Unsere Verbundenheit mit der Welt beeinflusst die Entscheidungen, die wir täglich treffen. Von den Lebensmitteln die wir im Supermarkt kaufen, bis zu vielen anderen Entscheidungen des alltäglichen Lebens. Das Fasten während dieser Quarantäne ermöglicht es uns, diese Entscheidungen neu zu bewerten und daran zu arbeiten.

Warum Fasten überhaupt gesund ist

Nicht nur wegen Corona, sondern auch ganz normaler Grippeviren und anderer Infektionskrankheiten die uns im Alltag ständig bedrohen, ist es immer gut sicher zu stelle, dass unser Immunsystem in einwandfreiem Zustand ist. Fasten, oder Intervallfasten, hat sich als eine sehr effektive Methode erwiesen, um unser Immunsystem in Ordnung zu halten.

Wenn wir fasten, ist unser Körper gezwungen, alte Zellen zu reinigen und neue zu produzieren. Diese neuen Zellen sind besser gerüstet, um alle Viren zu bekämpfen, die sich im Körper befinden oder die versuchen, in den Körper einzudringen. Das Fasten gibt uns daher die Möglichkeit, uns vor einer Infektion mit Viren zu schützen. Und obwohl es noch keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt, würden infizierte Personen stark davon profitieren, auf bestimmte Arten von Lebensmitteln zu verzichten und Lebensmittel zu konsumieren, die den Heilungsprozess unterstützen, selbst wenn sie das Fasten praktizieren.

Ich habe hier einen Ausführlichen Artikel über die Vorteile des Fastens bei Krankheit geschrieben.

Wenn du wissen wilst, ob Fasten auch während einer Coronainfektion sinnvoll ist, dann hilft dir vielleicht dieser Artikel weiter.

Diese Krise ist nicht banal

Aus einer anderen Perspektive wird unser Fasten in diesen schwierigen Zeiten zeigen, dass wir nicht nur egozentrische Individuen sind, die die Welt durchstreifen. Die Pandemie hat jetzt schon viele Unternehmen in die Pleite getrieben, und die Wirtschaftshilfen sind begrenzt. Und diese Krise hat, laut vieler Expertenstimmen, noch nichtmal richtig angefangen. Auch die Produktion von Lebensmitteln kann, wenn wir nicht Verantwortungsbewusst konsumieren, knapp werden.

Wenn wir also bewusster konsumieren (vielleicht auch weniger insgesamt statt dreimal am Tag), stellen wir sicher, dass es auch wenn es noch härter kommt, auch jemand anderes satt wird. Genauso muss das sinnlose Klopapier gehamstere aufhören. Einige mögen ja die Quarantänezeit als eine Aufforderung betrachten, das Haus mit Lebensmitteln und Klopapier zu bestücken, aber wir sollten dies als eine Zeit betrachten, um über diese Art von Aktionen nachzudenken und zu versuchen, menschlicher zu handeln.

BItte hört auf Klopapier zu hamstern!

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Coronavirus und Fasten: Ist Fasten bein einer Infektion ratsam?

Coronavirus und Fasten

In den letzten Wochen wurde die Welt durch den Ausbruch des Coronavirus COVID-19 überrascht. Der Virus forderte bereits viele Menschenleben, und während Wissenschaftler ihre Suche nach Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus fortsetzen, haben medizinische Experten die breite Öffentlichkeit aufgefordert, ihren Ansatz zur allgemeinen Erhaltung der Gesundheit ganzheitlicher zu gestalten.

Wir wissen, dass eine positive Immunantwort der Schlüssel ist, um nicht nur gesund zu bleiben, sondern auch Infektionen wie die durch den Coronavirus zu überstehen. Viele Menschen sind sich jedoch der Vorteile des Fastens und der Immungesundheit immernoch wenig bis gar nicht bewusst.

Fasten, einfach ausgedrückt die Abstinenz von Nahrungsaufnahme für mehrere Stunden des Tages, wird seit vielen Jahrhunderten eingesetzt, um die Gesundheit zu erhalten, und um die Heilung von Krankheiten zu unterstützen. Vor etwa 500 Jahren erklärte Paracelsus – ein großer Heiler in der westlichen Tradition -: „Fasten ist das größte Heilmittel. Der Arzt im Innern.

Wie bereits erwähnt, beginnt Gesundheit bei einem starken Immunsystem, das widerum bei den Zellen beginnt. Die weißen Blutkörperchen bilden als erste Schutzmauer eine Abwehr gegen Krankheiten. Wenn diese Zellen also nicht stark genug sind, erhalten Erregrer einen einfachen Zugang zu unserem Körpersystem.

Hier kommt intermittierendes Fasten ins Spiel. Wenn wir fasten, wird ein erheblicher Teil unserer weißen Blutkörperchen abgebaut, was die stammzellbasierte Regeneration neuer Zellen des Immunsystems aktiviert.

Auf diese Weise hat unser Körper neuere und jüngere Zellen, die gegen Krankheiten viel wirksamer sind. Im Jahr 2014 entdeckte Dr. Valter Longo, ein italienisch-amerikanischer Biogerontologe und Zellbiologe der University of Southern Carolina, dass ein dreitägiges Fasten das Immunsystem im Wesentlichen zurücksetzen kann.

Beim Fasten muss sich dein Körper darauf konzentrieren, die Immunzellen zu recyceln und die beschädigten Zellen loszuwerden. Damit erhöht intermittierendes Fasten die Stressresistenz und Langlebigkeit und verringert das Risiko einiger Krankheiten.

Wie reagiert der Körper auf ein Influenzavirus?

Das Influenzavirus gelangt über die Atemwege in das Körpersystem: Nase, Rachen und Lunge. Infolgedessen sind Symptome wie laufende Nase, Husten und Halsschmerzen am häufigsten. Die Grippe hört jedoch nicht bei diesen drei auf: Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit folgen schon bald.

Sobald die Grippe in das Körpersystem gelangt ist, zeigt sie erst nach einigen Tagen Anzeichen. Es wirkt sich jedoch fast sofort auf das Immunsystem aus. Es greift die natürlichen Fortpflanzungsmechanismen der Zellen an und nutzt diese Mechanismen, um sich im Körper zu replizieren.

Dann beginnt das Immunsystem erwartungsgemäß, das Virus mit den verfügbaren Zellen, den Makrophagen und den Neutrophilen, zu bekämpfen. Diese Zellen haben die Aufgabe, das Vorhandensein eines Virus im Körper zu erfassen und hormonähnliche Moleküle zu produzieren, die als Zytokine und Chemokine bezeichnet werden.

Zytokine sind dafür verantwortlich, andere Komponenten des Immunsystems wie T-Lymphozyten zu sammeln, um das Virus angemessen zu bekämpfen. Andererseits sind Chemokine dafür verantwortlich, diese Komponenten an den Ort der Infektion zu lenken. Nach einiger Zeit beginnen T-Zellen, die virusinfizierten Zellen abzutöten. Es ist dieser Prozess, der den Körper dazu bringt, so zu reagieren, wie er es tut.

Welche Rolle spielt das Fasten in all diesen Bereichen? Wie bereits erwähnt, ist eine der Auswirkungen einer Infektion des Körpers mit der Grippe der Appetitverlust. Der Grund ist kompliziert, kann aber vereinfacht folgendermaßen erklärt werden. Appetitverlust ist eine der natürlichen Anpassungen deines Körpers gegen die Bekämpfung der Infektion, weil er dem Körper die Energie, welche er sonst in die Verdauung steckt, dazu nutzt infizierte Zellen zu entfernen. Dies wird auch als als „Apoptose“ bezeichnet.

Wenn du fastest, ist dein Körper gezwungen, alte Zellen zu reinigen und neue zu produzieren. Diese neuen Zellen sind besser gerüstet, um alle Viren zu bekämpfen, die sich im Körper befinden oder die versuchen, in den Körper einzudringen.

Es gibt aktuell noch keine Medikamente, und auch kein Impfmittel gegen das Coronavirus. Doch ganz traditionelle Mittel können deinen Körper dabei unterstützen die Infektion zu bekämpfen, während du fastest. Das beste Hilfsmittel ist Tee. Tee versorgt deinen Körper nicht nur mit Flüssigkeit, sondern hat, je nach Sorte, auch ganz spezielle Wirkungen, die dir helfen die Krankheit etwas leichter zu überstehen.

Welche Teesorten helfen dir beim Fasten schneller zu heilen?

Tee enthält Polyphenole, die hervorragend gegen Radikale im Körper wirken. Diese Antioxidantien unterstützen die Verdauung, sorgen für ein höheres Energieniveau und verbessern den mentalen Fokus und die Klarheit.

Ingwertee ist eine der besten Optionen für die Fastenzeit. Es unterstützt das Verdauungs- und Immunsystem des Körpers. Es ist ein großartiges Antioxidans und baut Stress ab. Ingwertee beschleunigt auch den Stoffwechsel des Körpers.

Grüner Tee ist deshalb bemerkenswert, weil er „Katechine“ enthält. Diese Katechine arbeiten mit Koffein zusammen, um das Energieniveau zu steigern und sowohl die Zellgesundheit als auch die Immunität zu unterstützen.

Schwarzer Tee und grüner Tee haben etwas gemeinsam: ihre pflanzliche Quelle. Ihr Unterschied ist jedoch ihre Produktionsprozesse. Außerdem ist schwarzer Tee prebiotisch und enthält mehr Koffein als grüner Tee. Infolgedessen ist schwarzer Tee in den frühen Stadien deines intermittierenden Fastens effizienter, wenn du dich träge fühlst.

Hibiskus-Tee ist ein Tee, der bei der Entgiftung der Leber hilft. Mit seiner beträchtlichen Konzentration an Antioxidantien hilft Hibiskus-Tee dem Körper, gegen freie Radikale zu kämpfen.

Die Menge macht die Medizin

Bevor du jetzt aber deinen Teevorrat aufstockst, solltest du wissen, dass nur ein zwei Tassen am Tag nicht viel bringen. Du musst während des Fastens jeden Tag mindestens 1 bis 2 Liter Tee trinken, um die benötigte Menge an Polyphenolen und Antioxidantien zu erhalten.

Du kannst deinen Tee in heißem Wasser aufbrühen, aber beachte, dass dieser Prozess eine große Menge der Polyphenole und Catechine zerstört. Es gibt jedoch einen besseren Weg, der den Zweck des Teetrinkens während des Fastens nicht zunichte macht. Kaltes Brauen hält die Polyphenole und Catechine in den Teeblättern.

Mit anderen Worten, wenn du dich für heißes Brauen entscheidest, denk dran, dass du nochmal 2 bis 3 Mal mehr Tee trinken musst als jemand, der kaltes Brauen bevorzugt.

Nahrungsmittel zum Fastenbrechen

Gute Nahrungsmittel um das Fasten zu brechen, insbesondere bei Krankheit durch Influenza- oder Coronaviren sind:


Kartoffeln: Der Körper verdaut Kartoffeln mit wenig Aufwand und hilft dabei das Muskelglycogen nach längerem Fasten wieder aufzufüllen.
Linsen: Linsen liefern 32% der täglich benötigten Ballaststoffdosis. Sie sind auch eine gute Eisenquelle, deren Nutzen nicht zu unterschätzen ist.
Himbeeren: Himbeeren sind voller Ballaststoffe und gleichen den Körper während der Fastenzeit aus.
Getreide: Getreide liefert gute Mengen an Kalorien, die der Körper benötigt. Sie halten das Energieniveau beim Fasten hoch.
Proteinreiche Lebensmittel: Wenn du viele Proteine konsumierst, erhöht sich auch der Stoffwechsel deines Körpers. Proteinreiche Lebensmittel, die du probieren kannst sind Eier, Meeresfrüchte, Nüsse, Sojabohnen, Geflügel und Fisch.

Abschließende Bemerkungen

Auch wenn es noch keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, inwiefern Fasten beim auskurieren einer Infektion durch das Coronavirus oder einer Grippe unterstützend wirkt, gibt es eine Vielzahl von Hinweisen darauf, dass es bei der Bekämpfung von Infektionen helfen kann.

Zu beachten ist, dass die Grippe entweder durch Bakterien oder durch Influenzaviren verursacht wird. Durch das Fasten bekämpft und entfernt dein Körper durch einen Prozess namens Apoptose infizierte Zellen, bevor er neue reproduziert. Es sind diese neueren, stärkeren und effizienteren Zellen, die dem Körper helfen, intrazelluläre Parasiten zu bekämpfen und diejenigen zu blockieren, die versuchen einzudringen.

Während führende Wissenschaftler versuchen einen Weg zu finden die Coronavirus-Epidemie zu beenden, können wir mit einem gesunden Lebensstil und etwas Vernunft, dazu beitragen die Krankenhäuser und das medizinischen Personal zu entlasten.

Weitere Informationen zu Themen im Zusammenhang mit Influenzaviren, intermittierendem Fasten, Coronavirus und Grippe findest du unter den folgenden Links:

https://www.newsweek.com/heres-how-flu-attacks-your-body-and-why-its-so-painful-809564

https://www.healthline.com/nutrition/can-fasting-fight-the-flu-or-cold

https://drpompa.com/fasting/cold-and-flu-season-fasting-and-immune-health/

https://www.clickondetroit.com/news/local/2020/02/19/how-intermittent-fasting-works-and-how-it-affects-your-health/

https://www.sciencedaily.com/releases/2019/10/191023104604.htm

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Intervallfasten & Frieren: Diese Tipps halten dich warm

Intervallfasten und Frieren: Diese Tipps halten dich warm

Das Intervallfasten ist in letzter Zeit ziemlich populär geworden. Und um so populärer es wird, desto mehr Fragen kommen auf darüber, was es mit sich bringt. Zum Beispiel hast du wahrscheinlich schon viel von den Vorteilen gehört die das Intervallfasten bringen soll: Gewichtsverlust, hemmt Entzündungen, verbesserte Verdauung, verringertes Völlegefühl, erhöhte geistige Klarheit und Fokus, besserer Schlaf und vieles mehr.

Diese Vorteile fallen dir aber nicht so einfach in den Schoß. Du wirst mit einigen Nebenwirkungen zu kämpfen haben wenn du plötzlich aufhörst zu essen, wie du es früher getan hast. Aber auch wenn diese unangenehmen Effekte am Anfang unerträglich sein können, wirst du schon bald in den Genuss aller Vorteile kommen, wenn du weißt, wie du dich richtig verhältst.

Viele Leute frieren beim Fasten, bekommen kalte Hände und Füße, und dir wird es sicher ähnlich gehen. Hier sind ein paar Tipps, die du beachten solltest, um mit dem frieren umzugehen oder es sogar ganz zu vermeiden:

Erhöhen das Blutvolumen in deinem Körper

Wenn du fastest, wird der Blutfluss zu deinen Fettdepots angeregt. Dies führt zu einem allgemeinen geringerem Blutvolumen im Rest deines Körpers, und ein großteil deines Blutes wird vorrangig genutzt, um die Energieübertragung aus den Fettreserven zu regeln. Dies führt dazu, dass weniger Blut an Hände und Füße gelangt. Du kannst aber dein Blutvolumen erhöhen, indem du die Salzaufnahme um ein Vielfaches erhöhst. Dazu reichen schon 3-4 Teelöffel täglich. Natürlich solltest du diese Menge nicht auf einmal einnehmen, sondern über den Tag verteilt. Wie soll das die Erkältung verringern oder beseitigen? Durch die Salzaufnahme wirst du durstiger, trinkst mehr Wasser und fühlst dich wärmer.

Nimm genug Zink zu dir

Zink ist ein Spurenelement, auf das die Zellen unseres Immunsystems angewiesen sind. Zinkmangel kann die Funktion unserer T-Zellen und anderer Immunzellen beeinträchtigen. Forscher der Harvard Medical School empfehlen 15-25 mg Zink pro Tag. Erdbeeren und viele andere Früchte und Gemüse sind großartige Zink-Lieferanten. Auch kannst du, wenn du nicht genug Zink in deiner Ernährung hast, es mit einem Zinkpräparat versuchen.

Iss Lebensmittel, die Vitamin B3 (Niacin) enthalten

Niacin hilft, die Blutgefäße zu erweitern und Entzündungen zu reduzieren. Es ist ein wichtiges Vitamin für die Aufrechterhaltung eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels, insbesondere beim balancieren des Cholesteringehalts in deinem Blut. Kalte Hände und Füße sind oft auf schlechte Durchblutung zurückzuführen. Die Verbesserung der Kapillarfunktion trägt daher zur Verbesserung der Wärmespeicherung an den Extremitäten bei. Vitamin B3 ist in unserer Ernährung leicht verfügbar und findet sich in vielen Lebensmitteln, einschließlich Obst, Gemüse und Fleisch. Angesichts dieser Tatsachen wird Männern UND Frauen empfohlen, täglich 16 mg bzw. 14 mg zu sich zu nehmen, um frösteln während des Fastens zu vermeiden.

Erhöhe deine Magnesiumzufuhr

Magnesiummangel kann dazu führen, dass sich deine Muskeln verspannen, was wiederum dazu führt, dass der Durchmesser deiner Arterien abnimmt, wodurch die Durchblutung abnimmt, was zu kalten Händen und Füßen führt. Eine Erhöhung deines Magnesiumkonsums kann dazu beitragen, dass sich die Blutgefäße erweitern und Blut zu den Fingern und Zehen fließt. Magnesium ist in Nüssen, Samen, Spinat, Joghurt, Mandeln, dunkler Schokolade, Banane, Avocado usw. enthalten. Die empfohlene tägliche Magnesiumzufuhr beträgt 420 mg pro Tag für Männer und 320 mg pro Tag für Frauen. Magnesiumpräparate sind leicht erhältlich, obwohl man nur etwa 100 mg in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen sollte. Den Rest solltest möglichst aus einer ausgewogenen Ernährung beziehen.

Trinke heißen Tee

Das klingt jetzt zu offensichtlich um wahr zu sein, aber ich vergesse ständig, dass dass das Trinken von heißem Tee während des Fastens eine unschlagbare Waffe gegen das Frieren ist. Zum Beispiel enthält grüner Tee Catechine und Koffein, die zusammenarbeiten, um deine Energie zu steigern. Die Grüntee-Catechine sind auch wirksame Antioxidantien, die die Zellgesundheit und Immunität deines Körpers unterstützen sollen.

Verdopple deinen Wasserkonsum

Während des intermittierenden Fastens ist neben Kaffee oder Tee ganz schnödes klares Wasser deine einzige Wahl. Aber genug muss es sein! Wenn du kein Fan von klarem Wasser bist, kannst du ab und zu auch ein wenig frische Zitrone oder Minze hinzufügen. Trinkwasser hilft jedoch ungemein die Körpertemperatur zu regulieren. Es transportiert auch Sauerstoff und andere Nährstoffe zu deinen Zellen, spült Abfälle aus dem Körper und hilft, einen gesunden Blutdruck aufrechtzuerhalten. Die Bedeutung von Wasser beim Fasten kann daher nicht genug betont werden.

Komm ins Schwitzen

Sport treiben wird so ziemlich das letzte sein, woran du denkst wenn du gerade fröstelnd auf die erlösende Mahlzeit wartest. Sport mag aber der beste Weg sein um die Kälte schnellstmöglich zu überwinden. Außerdem: Studien haben ergeben, dass regelmäßiges Training mit mäßiger Intensität das Immunsystem stärkt und das Risiko einer Erkältung halbiert. Egal, ob du gerne Fahrrad fährst, läufst, Gewichte hebst oder Yoga machst, du solltest jeden Tag mindestens 30 Minuten lang aktiv sein, auch wenn es du mal einen Tag Auszeit vom fasten nimmst.

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Was passiert im Darm beim Fasten?

Was passiert im Darm beim Fasten?

Bakterien im Darm gehören zur Darmflora, und damit zum Mikrobiom des Menschen so wie die Menschen zur Erde. Dieses Beispiel lässt sich durchaus weiter spinnen, denn die Natur ist für uns ein Lebensraum, so wie der Darm ein Lebensraum für Bakterien ist.

Beim Fasten können Darmbakterien, welche sonst die Aufgabe haben unsere Nahrung möglichst effizient zu verdauen, den Magen-Darm-Trakt reparieren, was zu einer gesünderen Darmflora beiträgt. Darmentzündungen werden dadurch reduziert, und die Vielfalt der Darmmikrobiota wird erhöht, was Verdauungsprobleme heilt.

Quelle

Der Grund dafür ist, dass alle Organismen durchaus Ihren Platz, und eine Aufgabe haben. Doch von allem was gut ist für die Umwelt (oder den Darm), kann es auch zuviel geben.

Äußere Einflüsse, wie die Darreichung von Energie in Form von Nahrung kann einen zu großen Zuwachs von Organismen zur Folge haben, welche langfristig die Natur belastet. Genau dies gilt auch für den unseren Darm.

Mikroben im menschlichen Körper kommen in allen Formen und Größen vor und umfassen Bakterien, Viren, Pilze, Amöben und in einigen Teilen der Welt Würmer, die als Helminthe bekannt sind.

Über tausend Arten können in unserem Darm leben und sich wiederum auf unsere Gesundheit auswirken. Sie können die Art und Weise verändern, in der wir Lebensmittel metabolisieren, und sie können sogar dazu beitragen, unserem Gehirn zu sagen, ob wir hungrig oder satt sind.

Warum heilt der Darm beim Fasten?

Im Vergleich zu anderen Lebensform auf unserem Planeten hat der Mensch sich in einem Wimpernschlag entwickelt. Die Folge war, dass sich unser Verdauungssystem in der kurzen Zeit nicht an unsere moderne Ernährungsweise anpassen konnte.

Unser Darm ist faktisch nicht dafür gebaut um pausenlos und über lange Zeiträume Nahrung zu verdauen. Unsere Darmbakterien brauchen Zeit um sich auszuruhen, und um den Darm reparieren können.

Fasten gibt dem Verdauungssystem eine Pause, und stellt den Bakterien eine Zeit zur Verfügung, in denen Sie ihre Aufräumarbeit verrichten, und das dringend benötigte Gleichgewicht im Darm beibehalten können.

Deshalb ist es beispielsweise nach einer Behandlung mit Antibiotika so wichtig die Darmflora mittels probiotischer Lebensmittel wieder aufzubauen. Denn das Antibiotika zerstört viele der wichtigen, und guten Bakterien in unseren Darm, welche für die produktion von Antikörpern verantwortlich sind.

Gute und schlechte Bakterien im Darm

Schlechte Bakterien im Darm sind beispielsweise die Fäulnisbakterien welche als Kolibakterien bezeichnet werden. Sie produzieren Giftstoffe im Darm und können zu Darmbeschwerden wie Durchfall und krampfartigen Schmerzen führen.

Zu ihren Widersachern gehören die Probiotika wie den Bifido- und Laktobakterien, welche eine gesunde Darmflora fördern, bei der Verdauung behilflich sind, wichtige Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen und dem Menschen zur Verfügung stellen.

Das angemessene Verhältnis von beiden Arten dieser Darmbakterien ist hier der Schlüssel zu einem guten Wohlbefinden. Doch besiedeln die Kolibakterien zu weite Teile des Darms kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen.

Doch nicht nur das, denn auch weitere Beschwerden wie Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall, Herzschmerzen oder latente Müdigkeit können die Folge sein.

Fasten ohne Darmentleerung?

Am Anfang des Fastens wird oft davon gesprochen, dass der Darm ensprechend geleert werden muss. Dies muss allerdings nicht, wie oft befürchtet, mit Abführmitteln und Einlauf passieren.

Lasst euren Körper einfach machen, denn die Die Darmentleerung passiert ganz von selbst. Solltest du Probleme mit Verstopfung haben, dann helfe sanft nach, indem du mal eine Banane isst.

Doch die Darmentleerung selbst ist natürlich unerlässlich während des Fastens, denn sie hilft bei der einhergehenden Entgiftung und Entschlackung des Körpers.

Wer jedoch auch weitere Maßnahmen nicht scheut um den Darm zu leeren und damit möglicherweise festsitzende Schlacken wegzuspülen, der kann auf mittel wie Glaubersalz, Rizinusöl oder entsprechende Säfte, wie dem Brottrunk, Pflaumensaft, Buttermilch oder Sauerkrautsaft zurückgreifen.

Wie lange Wasserfasten?

Wie lange du das Wasserfasten machen kannst, hängt zum einen rein physiologisch davon ob wieviel Fett du am Körper trägst, und ob du während des Fastens genug Wasser, Elektrolyte und Mineralien du zu dir nimmst.

5 Tage zu fasten klingt extrem, ist jedoch absolut möglich, und keinesfalls Gefährlich. Prinzipiell kannst du so lange fasten wie du dich wohl fühlst, und die oben genannte Nährstoffe zuführst.

Bittersalz

Um genau diese Salze und Mineralien zu erhalten empfiehlt es sich ein Fasten-Getränk anzurühren, welches man den Tag über trinkt. Ein gutes Rezept für ein solches Getränk hat sich Cole Robinson von Snake Diet ausgedacht, und wird bereits von tausenden von seinen Lesern erfolgreich angewendet. Das Rezept für das sogenannte Snake Juice lautet folgendermaßen:

Rezept für Snake Juice Wasser beim Fasten:

2 Liter Wasser
1 Teelöffel Kaliumchlorid (ohne Salz)
1/2 Teelöffel Natriumchlorid (Himalaya Salz)
1 Teelöffel Backsoda
1/2 Teelöffel Magnesiumsulfat (Bittersalz)

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Cortisol senken, und warum du bei Stress nicht fasten solltest

Cortisol senken

Wenn man gestresst ist, setzen die Nebennieren das Steroidhormon Cortisol frei. Es ist das primäre Stresshormon des Körpers, und spielt eine große Rolle bei Körperfunktionen wie dem Fettstoffwechsel, der Regulierung des Blutdrucks und des Blutzuckers und wirkt entzündungshemmend. Auch wenn Cortisol erstmal einen eher schlechten Ruf hat, ist es absolut lebensnotwendig und wir könnten ohne dieses Hormon nicht funktionieren.

Da Morgens der Cortisolspiegel in der Regel am höchsten ist, und im Laufe des Tages kontinuierlich abnimmt sind wir auch in der ersten Tageshälfte wacher, produktiver und können Energie abrufen. Doch dies ist mitunter auch die Tageshälfte in der die meisten uns von Fasten. Denn der ffekt der erhöhten Fettverbrennung und gesteigerten Leistungsfäjigkeit wird durch das Fasten nochmal gesteigert. Es macht also durchaus Sinn morgens zu fasten. 

Wenn Fasten noch mehr Stresst

Leidet der Körper jedoch chronisch an einem zu hohen Stresslevel wird das Intervallfasten zu einem Problem. Denn auch beim Fasten werde die Stresslevel im Körper latent angehoben. Noch mehr Cortisol ist die Folge, und  kann letztendlich dazu führen, dass wir uns abgeschlagen, krank und müde fühlen. Dies wiederum löst eine Kaskade weiterer negativer Effekte aus, welche langfristig deinen Schlaf, dein Sexualleben und langfristig sogar zu einer niedrigeren Lebenserwartung führen.

Daher ist Intervallfasten, wenn du ohnehin schon an viel Stres leidest, nicht empfehlenswert, und sollte erst dann durchgeführt werden wenn die Stresslevel wieder auf normalwert sind. Doch wie misst man seinen Cortisolwert? Natürlich kann dieser Wert über einen Blut- oder Speicheltest erfasst werden. Es gibt jedoch auch eine Reihe von Symptomen an denen du selber merken kannst, ob deine Cortisolevel zu hoch sind oder nicht. Diese wären: 

  • Hoher Blutdruck
  • Launigkeit
  • Wenig Lust auf Sex 
  • Höhere Schmerzempfindlichkeit als normal
  • Sodbrennen, Verstopfung oder Magenbeschwerden
  • Gewichtszunahme obwohl du Sport treibst 
  • Du bist ständig krank
  • Permamenter Heißhunger

Cortisol senken – aber wie?

Was kann man aber tun, wenn die Stresslevel zu hoch sind? Den Cortisolwert wieder in Balance zu bringen kann eine Herausforderung sein. Insbesondere wenn der Stress auf der Arbeit, oder durch eine Beziehung entsteht. Doch es gibt auch andere Wege, wie du deine Stresslevel denken kannst.

Dazu gehören zB. eine gesunde Ernährung. Ausreichend Wasser sollte deine erste Priorität sein. Auch helfen Nahrungsmittel wie dunke Schokolade, Bananen, Grüner Tee, und probiotische Erzeugnisse  wie z.B. Yoghurt.

Mit guten Angehwöhnheiten gegen den Stress

Sorgen für feste Schlafenszeiten, und ausreichend viel Schlaf. Sieben Stunden sollte das absolute minimum sein. Denn gerade wenn man gestresst ist, braucht der Körper mehr Schlaf um sich zu erholen.  

Regelmäßiger, leichter Sport mit ausreichend Pausen hilft extrem die Stresslevel deines Körpers wieder in Balance zu bringen. Probiere unbedingt auch eimmal Yoga aus wenn du es nocht nicht gemacht hast. Mir hat Yoga sehr geholfen Auszeiten einzulegen in denen mein Kopf mal völlig frei sein konnte. Aber auch andere Entspannungstechniken sind durchaus sinnvoll. 

Vermeide möglichst Kaffee für eine Weile. Auch Kaffee trägt zu erhöhten Stresslevel bei, und vermindert die Schlafqualität. insbesondere wenn man noch am späten Nachmittag oder Abend welchen trinkt. Solltest du wirklich nicht ohne Kaffee morgens aus dem Quark kommen, dann belasse es zumindest bei höchstens einer Tasse. 

Nun darf es wieder los gehen

Hast du die vorangehenden Punkte für eine Weile beachtet, und spürst wie deine Stresslevel wieder auf Normalwert sind kannst du das Projekt Intervallfasten wieder unbesorgt angehen. __Insbesondere wenn du Neuling bist, und nicht die selben Fehler machen möchtest wie ich, habe ich einen Leitfaden verfasst wie du dich em 16 Stunden Fasten annähern kannst.__ 

Ich hoffe dieser Artikel hat dir einwenig geholfen zu verstehen warum Intervallfasten bei zu viel Stress nicht gesund, und sogar kontraproduktiv ist. Denn auch wenn ich ein großer Verfechter des Fastens bin, möchte ich über die negativen Aspekte dieser Ernährungsform sprechen, und meinen Lesern darüber aufklären. 

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16 Stunden fasten und wie du niemals hungrig bist

16 Stunden Fasten

Dieser Artikel ist mir wirklich ein großes Anliegen, denn jeden Tag lese ich in den einschlägigen Abnehm-Foren und Facebook Gruppen zum Thema Intervallfasten, dass Menschen versuchen mit Intervallfasten (16 Stunden Fasten – 8 Stunden Essen) abzunehmen, und dabei Probleme haben.

Aber es kann alles so einfach sein, und wie es geht, wirklich gesund abzunehmen, und dabei nicht mal Hunger zu verspüren, erkläre ich dir in diesem Artikel ganz genau.

„Damals guckte ich mir Bilder von berühmten Schauspielern wie Brad Pitt usw. an, und der harte Weg hin zu so einer Figur war für mich eine brutale Vorstellung.“


16 Stunden Fasten - Bevor ich mit dem Fasten angefangen habe.
Das dumme Gesicht bitte ignorieren! Das war ich bevor ich mit dem Intervallfasten angefangen habe. Stand 9. Oktober 2017

Kurz einpaar Worte zu mir: Ich mache Intervallfasten jetzt seit 2 Jahren. Ich lasse das Frühstück aus, und es ist ein unerlässliches Werkzeug für mich geworden um nicht nur meinen niedrigen Körperfettgehalt zu halten, sondern auch um gesund zu bleiben, meine geistige Leistungsfähigkeit auf ein Maximum zu bringen und mich einfach rundum wohl zu fühlen.

Aber die ersten Wochen bzw. Monate hat es auch für mich nicht so ganz funktioniert. Ich musste sehr viel herum experimentieren, und nachdem ich viele Menschen in meinem Umfeld an das Intervallfasten herangeführt, und ihnen dabei geholfen habe, fand ich eine Methode die unglaublich einfach ist und dabei auch noch richtig Spaß macht.

Mein Höchstgewicht war einmal 75 Kilo. Das ist für meine Körpergröße von 1,72 schon leicht Übergewichtig, und es fing an meinen Freunden aufzufallen. Damals guckte ich mir Bilder von berühmten Schauspielern wie Brad Pitt usw. an, und der harte Weg hin zu so einer Figur war für mich eine brutale Vorstellung. Heute kann ich mir garnicht mehr vorstellen wie es war meine Bauchmuskeln nicht sehen zu können.

16 Stunden Fasten - Nach 3 Monaten Intervallfasten
Und das war ich nach 3 Monaten Intervallfasten, regelmäßigem Krafttraining und einem konstanten Defizit von ca. 300 Kalorien. Stand 3. Dezember 2017

Der erste Schritt

Es gibt viele sehr gute Gründe warum Intervallfasten für mich alles verändert hat, und es dasselbe für dich tun kann. Doch das wichtigste ist erstmal dass du es schaffst deine erste Mahlzeit tief in den Nachmittag zu legen. Wenn du diesen ersten kleinen Schritt gemacht hast, dann stell dir vor wie viel Spaß essen plötzlich macht.

Über den ganzen Tag verteilt darauf zu achten was du isst, macht wirklich keinen Spaß. Doch statt, wie bei einer Diät, den ganzen Tag nur Kram zu essen der bloß nicht zu “schwer” ist, hast du plötzlich ein sehr kleines Zeitfenster, in dem du praktisch alles essen darfst was du willst.

So hast du schonmal eine fundamentale Sache geschafft, und zwar hast du Ernährungstechnisch komplett freie Wahl, und bist nicht mehr eingeengt in dieser schrecklich kleinen Auswahl von Lebensmitteln und “light” Produkten, die nichts für dich tun, außer deinen Heißhunger zu fördern.

Und das beste dabei ist, dass du während du Fastest dich 100% auf dein Leben konzentrieren, und produktiv sein kannst. Stundenlang musst du dir keinen einzigen Gedanken an Essen machen, nichts kochen und hast auch kein Völlegefühl. Das ist ein Stück mentale Freiheit, und Wachheit für mich.

Cortisol ist dein Freund

Und während du nicht ans Essen denkst, super produktiv bist und die Stunden vergehen, stößt dein Körper durch das Fasten Cortisol aus, ein Stresshormon welches in den Nebennieren produziert wird, und welches unglaublich viele positiver Eigenschaften in Verbindung mit dem Fasten mit sich bringt.

Studien zeigen das Cortisol welches beim Fasten ausgestoßen wird eine Reihe von Prozessen in Gang bringt, welche dazu führen, dass, statt deine Glykogenspeicher, deine Fettreserven als Energiequelle genutzt werden. Gleichzeitig führt der Körper beim Fasten eine Art selbstreinigenden Prozess aus, der nicht nur kurzfristig gesund ist, sondern, wie wissenschaftlich nachgewiesen wurde, Lebensverlängernd wirkt.

Einen Haken hat das ganze jedoch. Wie oben erwähnt ist Cortisol ein Stresshormon, und zuviel davon kann, wie wir alle wissen, auch sehr ungesund sein. Gerade wenn du sowieso schon chronisch gestresst bist. In meinem Artikel zum Thema Cortisol senken gehe ich genauer auf die Risiken des Fasten bei Stress ein, und erzähle dir wie du zu hohe Cortisol Level erkennst und normalisierst.

Stunde um Stunde mehr Unabhängigkeit vom Hunger

Anfangs macht es Sinn sich nicht gleich komplett zu überfordern. Deshalb ist mein Tipp hier, sich erstmal langsam an die 16 Stunden heran zu tasten. Für Anfänger empfehle ich nach dem Aufstehen mindestens 4 Stunden bis zur ersten Mahlzeit zu warten. Dies kann nach einigen Tagen, wenn man sich wohl damit fühlt dann auf 6 bis 8 Stunden erweitern werden.

Setze dir keine zu genauen Zeiten zu denen du isst. Genauso wenig wie du dir keine feste Zeit für die letzte Mahlzeit setzen solltest. Solche extrem starren Regeln führen nur zu Frust und dazu, dass du ständig auf die Uhr schaust und dich quälst.

Stattdessen empfehle ich dir auf deinen Körper zu hören, und die erste Mahlzeit einfach so lange aufzuschieben wie möglich ohne dass du dich dabei unwohl fühlst.

Verlass dich auf deinen Körper

Am Ende des Tages geht es nicht darum zu vermeiden zu viel, sondern genug Kalorien gegessen zu haben. Es geht darum deine Ernährung so angenehm wie Möglich zu gestalten. Erlaube dir, deine Gedanken nicht um Regeln und Restriktionen kreisen zu lassen.

Beschäftige dich mit deinen Zielen und Aufgaben, und verlass dich darauf, dass das Fasten gesund, und reinigend für dich ist. Denn unser Körper ist perfekt darauf vorbereitet auch mal einige Stunden ohne Nahrung zu funktionieren.

Nicht zuletzt gönnst du deinem Verdauungssystem mit dem Intervallfasten regelmäßig Ruhepausen, welche der Körper nutzt um die Energie die er sonst in die Zersetzung von Nahrung stecken muss für andere Organe bereit stellt. Dies führt zu einer besseren Leistungsfähigkeit und mehr Körperlicher Ausdauer, was dir in so ziemlich jeder Lebenslage, ob im Job, beim Sport, und sogar eher bei ruhigen Tätigkeiten wie Meditieren hilft dich viel besser darauf zu konzentrieren.

16 Stunden Fasten und Kaffee richtig nutzen

Schwarzer Kaffee, und Koffein im Allgemeinen, hat einen sehr guten Nebeneffekt beim Fasten und macht einen wichtigen Teil meiner Fasten-Strategie aus. Beides geht sozusagen perfekt Hand in Hand miteinander. Kaffee gibt Energie, hilft beim Fettabbau und die Bitterstoffe zügeln den Appetit.

Ich trinke meinen ersten Kaffee jedoch möglichst nicht vor 12 Uhr Mittags. Wer seinen Kaffee direkt nach dem Aufstehen trinkt wird definitiv sehr viel früher Hungrig werden als wenn man auf seinen ersten Kaffee zwei oder drei Stunden wartet.

Trinke stattdessen erstmal ein paar Gläser Mineralwasser. Wasser aktiviert nicht nur den Stoffwechsel, sondern macht auch etwas “satt”. So kannst die Zeit bis zum ersten Kaffee ganz einfach überbrücken.

Am besten ist es, bei ein bis maximal zwei großen Tassen schwarzen Kaffee zu bleiben, die du über den Mittag / Nachmittag langsam trinkst. Ehe du dich versiehst, wirst du dich in einem unglaublich leichten und fast schon euphorischen Zustand wiederfinden, und das nach nur wenigen Stunden ohne essen. So wirst du irgendwann merken wie leicht dir das Fasten fällt, und du sogar noch länger durchhalten könntest wenn du wolltest.

Trinke Kaffee strategisch, nicht exzessiv

Beachte jedoch, dass der Fatburning Effekt von Koffein nicht mehr wirkt wenn du es jeden Tag zu dir nimmst. Versuche daher ein bis zwei Tage die Woche ganz ohne Kaffee auszukommen, um keinen zu starken Gewöhnungseffekt eintreten zu lassen. Oder mach alle paar Wochen mal eine koffeinfreie Woche.

Ebenfalls solltest du keinen Kaffee mehr trinken nach dem du das Fasten gebrochen hast. Trinke Kaffee wirklich nur vor deiner ersten Mahlzeit, um deinem Körper die Möglichkeit zu geben vom Koffein wieder runter zu kommen, und eine gewisse Sensitivität beizubehalten. Wenn du den ganzen Tag Kaffee trinkst, wird der Gewöhnungseffekt nur noch schneller eintreten.

Übrigens, wenn du ein Teetrinker bist habe ich einen sehr informativen Artikel über die besten Teesorten zum Intervallfasten geschrieben.

Der Umgang mit dem Hungergefühl

Der erste Anflug von Hunger ist meist nur das Signal vom Körper das die Glykogenspeicher leer sind. Dies ist sozusagen der Startschuss für die echte Fettverbrennung. Wer diesem ersten Hungergefühl nachgibt verschenkt viel von dem Potenzial das im Intervallfasten steckt.

Wer es gegen Ende des Fastenfensters nicht mehr aushält sollte sich jedoch nicht dazu hinreißen lassen direkt eine großes Mahlzeit zu essen. Oft kann man die letzte Stunde vor dem Essen ganz einfach mit ein paar Stückchen Apfel oder Banane überbrücken. Diese werden deinen ersten Hunger schnell stoppen, und dich für die letzte Stunde wappnen, wenn es mal nötig sein sollte.

Fasten ersetzt nicht das Kaloriendefizit

Nehmen wir also an du hast den Tag gut hinter dich gebracht, bereits 15 bis 16 Stunden gefastet, und die erste Mahlzeit rückt näher. Wenn dein Ziel es ist abzunehmen, kommt es letztlich darauf an im Kaloriendefizit zu bleiben. Denn selbst Fasten ist kein magisches Mittel gegen Fettzunahme. Wenn du in deinem Essensfenster mehr Kalorien zu dir nimmst als dein Körper verbrennen kann, wirst du dich zwar gut fühlen, aber kein Gramm abnehmen.

Lies mehr dazu, und wie man mit dem richtigen Kaloriendefizit abnehmen kann in meinem Blogbeitrag “Wie schnell kann man mit Intervallfasten abnehmen?

Die erste Mahlzeit

Ich habe für eine lange Zeit als erste Mahlzeit eine Tafel dunkle Schokolade gefrühstückt. Das hat mir dabei geholfen über meine abendlichen Heißhunger-Attacken hinweg zu kommen.

Danach bin ich dazu übergegangen mein Fasten mit einer großen Mahlzeit zu brechen, und halte es auch bis heute noch so. Ob du aber jetzt eine große Mahlzeit isst, oder nur eine Kleinigkeit bleibt völlig dir überlassen. Auch hier heißt es: Höre auf deinen Körper!

Ich habe in den ersten Monaten manchmal den Fehler gemacht zu strikt mit meiner Ernährung zu sein. Das hat letztendlich dazu geführt, dass ich selbst in dem Essensfenster zu wenig gegessen habe und Hunger hatte. Ziel ist es aber in dieser Phase genau kein Hunger zu haben.

Du darfst essen, und zwar alles was du willst. Iss einfach das was wonach du dich fühlst, und hör auf zu essen wenn du satt bist. Zwing dich zu gar nichts, und das Essensfenster wird ein großes Fest für dich.

Ich weiß nicht wieviel dein Körper am Tag an Kalorien braucht, aber die Chancen stehen gut, dass du irgendwo zwischen 1500 und 2500 Kalorien täglich verbrennst. Das ist ne Menge Essen. Also genieß das Leben und fülle diese Kalorien auf mit was auch immer dich glücklich macht. Und vergiss das Kaloriendefizit nicht wenn du abnehmen willst!

Mach das beste aus deinem Essensfenster

Ich kann garnicht oft genug sagen wie wichtig es ist, dass du in der Essensphase wirklich alles tust, um dich glücklich zu machen. Schließlich hast du lang genug auf das Essen gewartet, dich vielleicht noch beim Sport verausgabt, im Büro einen Berg von Arbeit erledigt und jetzt ist es Zeit dich einfach nur zu belohnen.

Auch hier gibt es viele Tipps und Tricks wie du nicht schon nach einer Stunde vollgefressen und mit Schnappatmung auf dem Boden liegst und für die nächsten vier Stunden nichts mehr in dich rein kriegst.

Natürlich musst du für dich selbst heraus finden was am besten Funktioniert, aber ein paar Sachen sind ziemlich allgemeingültig, und wenn du sie befolgst, machst du wirklich das beste aus deinem Essensfenster.

Mit Strategie zu mehr Genuss

Absoluter Profi Tipp ist es aus einer wirklich großen, leckeren Mahlzeit zwei zu machen. Gönne dir beispielsweise, statt Fleisch mit Beilage in einer Mahlzeit, einfach mal nur eine großes Steak (oder zwei) ohne Beilage, und eine Stunde später eine große Portion Kartoffelspalten oder Pommes.

Lass also die Kohlenhydrate einfach mal für etwas später übrig, indem du deine Hauptmahlzeit (also in diesem Fall das große saftige Steak) und die Beilage (Pommes, gebratenes Gemüse mit Reis, Süsskartoffeln etc.) oder den Nachtisch einfach trennst. Dadurch kannst du beides sehr viel mehr genießen, und du fühlst dich nie so voll, dass du für mehrere Stunden nichts mehr essen kannst.

Auf diese Weise kannst du stündlich etwas essen das dir schmeckt, dein Essensfenster voll ausnutzen, bist dabei satt, glücklich und weißt obendrein, dass du deinem Körper auch noch etwas gutes tust.

Denn genau das ist es was du dir nach 16 Stunden Fasten verdient hast. Und auf diese Weise wird fasten für dich keine Qual, sondern ein Spaziergang. Und du nimmst dabei auch noch ab.

Krafttraining gegen Muskelverlust

Das auch Intervallfasten keine magische Pille ist mit der die Welt plötzlich ein Ort voller Regenbögen und Einhörnern wird ist klar. Aber trotzdem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass, wenn du 16 Stunden fastest, und dann auch ein entsprechendes Kaloriendefizit fährst, du einen gewissen Muskelverlust hinnehmen müssen wirst.

Die Gute Nachricht jedoch ist, dass dies sehr einfach mit regelmäßigem Krafttraining vermieden werden kann. Schon eine Einheit Krafttraining pro Woche wirkt dem Muskelverlust effektiv entgegen, und sorgt dafür dass dein Körper sich nicht über deine Muskeln als Brennmaterial hermacht.

Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Fahrrad fahren dagegen haben sich für mich als eher Kontraproduktiv ergeben, da ich durch Cardiotraining nur noch mehr Hunger bekommen habe, und mehr Essen wollte.

Was jedoch keinen Einfluss auf meinen Hunger hatte, war eine Stunde am Tag spazieren zu gehen. Noch besser ist es jeden Tag darauf zu achten, seine rund 10.000 Schritte zu gehen. Entsprechende Fitnesstracker Uhren helfen einem dabei dies einzuhalten.

Weniger is(s)t mehr

Wenn du also überlegst mit dem Intervallfasten anzufangen, und dir vielleicht auch noch andere Ernährungsformen vorschweben kann ich dir nur ans Herz legen dich einzig und allein für das Intervallfasten zu entscheiden.

Im Gegensatz zu anderen Ideen darfst du beim Intervallfasten alles essen, und das ist auch gut so. Dein Körper braucht Kohlenhydrate, und ja er braucht auch Fette. Bitte verzichte nicht auf Fett weil es irgendeine Diät dir vorschreibt.

Genieße einfach dein Leben und genieße das Essen auf das du Lust hast. Und siehe es als Niederlage an wenn du keinen Spaß mehr am Essen hast. Nichts ist schlimmer als das. Du brauchst diese Glücksmomente.

Kohlenhydrate und Fette sind übrigens nicht nur für ein anständiges Sättigungsgefühl wichtig, sondern auch für eine ordnungsgemäße Hormonfunktion in deinem Körper. Du willst die Chemie deines Körper nicht durcheinander bringen, glaube mir.

Die Mischung aus großartigen Resultaten vom Intervallfasten, einem leichten Kaloriendefizit, sowie einer wirklich erfüllenden Ernährung die Spaß macht, machen diese Herangehensweise so mächtig. Also denk nicht weiter drüber nach und starte einfach. Und wenn du irgendwelche Fragen hast, bin ich gerne für dich da um sie zu beantworten.

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Fasten bei Krankheit: Wie Nahrungsverzicht gesund machen kann

Fasten bei Krankheit: Wie Nahrungsverzicht gesund machen kann

CORONA Update aus aktuellem Anlass:
Ich habe einen Artikel speziell zum thema „Coronavirus und Fasten“ verfasst, der auch für Menschen mit einem grippalem Infekt interessant sein könnte.

Dem Fasten scheint eine Kraft inne zu wohnen, die weit mehr kann als uns nur beim Abnehmen zu helfen. Schon vor tausenden von Jahren haben Mediziner erkannt, dass der Verzicht auf Nahrung heilen kann. In dem heutigen Artikel möchte ich einmal etwas tiefer auf die Heilungskräfte des Körpers eingehen, und wie man durch den Verzicht auf Nahrung schneller zurück zur Gesundheit finden kann. Egal ob du erkältet bist, operiert wurdest, seelische oder mentale Probleme hast oder sogar gegen Krebs kämpfst.

Schon Hippokrates von Kos, ein griechischer Arzt und der sogenannte “Vater der Heilkunde” sagte ca. 350 v. Christus: 

Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.

Gefastet wurde also schon immer, doch erst durch die neuen Möglichkeiten der medizinischen Forschung können wir heute auf molekularer Ebene sehen was das Fasten in unserem Körper bewirkt. Dadurch entdecken wir es erst jetzt völlig neu. Selbst das lange abgelehnten Konzepts der “Schlacken” wird inzwischen von vielen Forschern in einem komplett neuen Licht gesehen.

Heute weiß man, dass der freiwillige Nahrungsentzug eine riesige Anzahl von von heilsamen Prozessen im Körper anstößt, und somit nicht nur verjüngend und regenerierend wirkt, sondern auch die gesamte Physiologie des Körpers aufräumt und nachweislich Entzündungen hemmt, den Blutdruck senkt, die Stimmung aufhellt und sogar kranke Zellen erneuert. Diesen Vorgang nennt man “Autopahgie”. Ich habe hier einen etwas umfassenderen Artikel darüber geschrieben.

Noch neuere Forschungsergebnisse zeigen das beim Fasten sogar Alters- und Krebsgene in der Erbsubstanz ruhigstellt werden, was für Krebspatienten neben Ihrer konventionellen Therapie eine ergänzende Waffe gegen ihre Krankheit darstellt, und alten Menschen mit degenerativen Krankheiten wie Alzheimer hilft die Krankheit zu verlangsamen, aufzuhalten und sogar umzukehren. Im Jahre 2016 wurde für die Erforschung der Mechanismen der Autophagie sogar der Nobelpreis für Physiologie an den japaner Yoshinori Ohsumi vergeben.

DNA Schäden finden bei jedem statt 

Doch auch bei gesunden Menschen findet zu jeder Zeit ein degenerativer Prozess der DNA statt. Vor allem im Gehirn in den Skelettmuskeln und im Herzen. Das ist der ganz normale Prozess des Alterns. Im Laufe des Leben nehmen diese Beschädigungen zu, und es kommt zu typischen Altersanzeichen wie Vergesslichkeit, Abbau von Muskelmasse und Herzsythmusstörungen.

Das intermittierende Fasten oder Intervallfasten führt einer Entlastung von oxidativem Stress, und beschleunigt die Reparaturvorgänge im Körper. Dies ist zu Vergleichen mit einer Art Abfallentsorgung: Die Zellen beseitigen die beschädigten und nicht funktionierenden Proteine und Proteinreste die sich in den Zellen angesammelt haben. Studien an Ratten (und Affen) können sogar ganz klar nachweisen, das Intervallfasten die Lebensdauer verlängert.

Fasten bei Erkältung und Grippe

Doch auch bei Erkältungen oder einem grippalem Infekt empfiehlt es sich die Krankheitserreger im Körper wortwörtlich auszuhungern. Denn bei pausenloser Nahrungsaufnahme hat das Immunsystem permanent damit zu tun die neu zugeführten Nahrungsbestandteile zu inspizieren. Beim Fasten hat der Körper jedoch weitaus mehr Ressourcen frei um sich der Abwehr von Eindringlingen wie Viren und Bakterien zu widmen und diese hinauszubefördern.

Kein Wunder auch, dass wir wenn wir Krank sind meist eh unter Appetitlosigkeit leiden. Gönne deinem Körper also mal eine Pause von der Nahrungsaufnahme und kuriere dich mit Intervallfasten und einer Auswahl von guten Teesorten schneller aus. 

Wichtig: Für Kinder, schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen und Menschen mit geringem Gewicht ungeeignet könnte das Intervallfasten gegebenenfalls ungeeignet sein.

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Bessere Konzentration durch Fasten: Neue Studien belegen es!

Bessere Konzentration durch Fasten: Neue Studien belegen es!

Jeder der über die neuesten Fitnesstrends informiert ist weiß inzwischen, dass Intervallfasten ein wahres Wunderwerkzeug im Kampf gegen hartnäckiges Fett ist, und sogar in der Lage ist die Produktion von Wachstumshormonen (HGH) anzuregen. Doch das ist längst nicht alles. 

Denn in den letzten Jahren stellt die Wissenschaft immer mehr Zusammenhänge zwischen regelmäßiger Kalorienbeschränkung und vielen gesundheitlichen Vorteilen, der Vorbeugung von Krankheiten bis hin zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten fest. 

Wenn es um die körperliche Gesundheit sowie Körperfunktionen geht, sind die Auswirkungen des Fastens zum heutigen Zeitpunkt bereits allgemein bestens bekannt. Wir wissen, dass das Fasten das Risiko für Herzerkrankungen senkt, zur Blutzuckerkontrolle und zur Gewichtsreduktion beiträgt und sogar einen gewissen Schutz vor den Ursachen von Alzheimer bieten kann. 

Über die tatsächlichen molekularen Mechanismen wie Fasten die Physiologie des Körpers zu beeinflusst, insbesondere über das Gehirn, ist jedoch wenig bekannt. Bis jetzt.

Neue Recherchen ergeben: Fasten räumt den Geist auf

Eine Gruppe kanadischer Wissenschaftler untersuchte kürzlich die Gehirnaktivität von Fruchtfliegen und fand heraus, dass akutes Fasten die Stabilität neuronaler Schaltkreise, einer Art „Verdrahtung“, direkt beeinflusst die den Informationsfluss im Gehirn und im Nervensystem bestimmt. Laut ihrer Arbeit blockiert der durch das Fasten katalysierte zelluläre Stress und Mangel an Nahrung die normalerweise im Gehirn vorkommende synaptische Aktivität von Neuronen, was im Wesentlichen bedeutet, dass das Gehirn langsamer wird.

Auch wenn „verlangsamen“ eher wenig wünschenswert klingt, scheint es im Allgemeinen für die Gesundheit des Gehirns von Vorteil zu sein. In der Tat wurde überaktive synaptische Aktivität mit Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer und anderen degenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Wenn wir also unsere Gehirnaktivität verlangsamen, ist es möglich, dass wir das Organ schützen, indem wir es wieder aufladen lassen.

Die Ergebnisse zeigten auch einen Anstieg der Ketonkörper aufgrund des Fastens, welche Verbindungen sind die bekanntermaßen neuroprotektiv wirken und im Wesentlichen die Gehirnzellen vor einer Entartung bis zur Erkrankung schützen. Die ketogene (kohlenhydratarme und fettreiche) Diät wird seit den 1920er Jahren als äußerst wirksame Behandlung von Epilepsie eingesetzt, obwohl der Mechanismus der dort vorgeht größtenteils unbekannt ist.

Meiner Meinung nach verdient diese Studie mehr Aufmerksamkeit, weil sie nicht nur eine Verbindung zwischen dem Fasten und dem Gehirn herstellt (oder einen Zusammenhang zwischen Kalorieneinschränkung und einem geringeren Krankheitsrisiko beschreibt), sondern den tatsächlichen Mechanismus der Verlangsamung der Kommunikation zwischen Neuronen zu konservierung von Energie während des Nährstoffmangels beschreibt.

Die Bedeutung für unsere moderne Ernährungskultur

Manchmal vergessen wir wie viel Energie es braucht um Nahrung zu verdauen. Wenn wir alle vier Stunden essen – was in der modernen Kultur nunmal sehr üblich ist -, aktivieren wir ständig unseren Körper und fordern dessen Aufmerksamkeit. Es macht jedoch viel Sinn eine Verdauungspause für Körper, Gehirn und Nervensystem einzulegen damit diese eine Chance hat, sich zu regenerieren.

Was ich mich dabei Frage: Sind Menschen überhaupt dafür gemacht so regelmäßig essen, oder sind wir eher dafür ausgelegt lange Zeit ohne Nahrung auszuhalten? Wäre das ein Experiment für dich? Wenn du es noch nicht ausprobiert hast möchte ich dir das Intervallfasten wärmsten ans Herz legen.

Es gibt viele verschiedene Arten des intermittierenden Fastens. Sprich doch mal mit deinem Arzt darüber, uns teste es selbst aus. Insbesondere wenn du gesundheitliche Probleme hast, könnte es dein Leben zum positiven verändern.


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Wie schnell kann man mit Intervallfasten abnehmen?

Wie schnell kann man mit Intervallfasten abnehmen?

Zu allererst möchte ich direkt mit einem Vorurteil aufräumen, und zwar das Intervallfasten oder Intermittent Fasting durchaus ein Werkzeug sein kann mit dem man das Abnehmen unterstützen kann, jedoch nicht geeignet, und auch niemals dafür gedacht war um abzunehmen.

Abnehmen ist keine Frage von wann ich esse, sondern wieviel ich esse. Intervallfasten ist eine rein zeitliche Restriktion der Einnahme von Nahrung, keine quantitative (also mengenmässige) Restriktion.

Abnehmen wirst du nur dann, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst als du über den Tag verbrennst. Daher ist es erstmal wichtig, dass du einen Überblick darüber bekommst wieviele Kalorien du am Tag verbrennst, und wieviele du einsparen kannst ohne hinterher den vielgefürchteten Jojo-Effekt zu riskieren.

Abnehmen: Eine Frage der Menge, nicht (nur) des Timings

Auch beim Fasten kann, wenn man zu wenig Kalorien zu sich nimmt, der viel gefürchtete Jojo-Effekt eintreten. Da es mir aber hauptsächlich darum geht die Frage möglichst genau zu beantworten setze ich mal voraus, das du niemals weniger als 400 bis 500 Kalorien unter deinem Gesamtumsatz isst.

Was bedeutet Gesamtumsatz? Der Gesamtumsatz ist die Menge an Kalorien, die dein Körper an einem ganzen Tag verbraucht. Um deinen ganz persönlichen Gesamtumsatz auszurechnen, kannst du folgenden Onlinerechner benutzen:

Rechne hier deinen ganz persönlichen Gesamtumsatz aus

Aber bedenke, dies sind niemals 100% akkurate Werte. Nur du kannst sagen ob du abnimmst oder zunimmst wenn du dich nach diesem Wert richtest. Solltest du also merken, dass du selbst nach zwei, drei Wochen nicht oder nur kaum abnimmst, obwohl du jeden Tag 400 bis 500 Kalorien einsparst, solltst du den Gesamtumsatz als Berechnungsgrundlage etwas nach unten korrigieren.

Mein ganz persönlicher Gesamtumsatz

Ich kann die Frage auch nur auf der Basis meiner eigenen Erfahrungen beantworten. Dabei ist wichtig anzumerken, dass ich schon vorher recht schlank war, und nur das restliche hartnäckige Fett am Unterbauch loswerden wollte. Einen Ausführlichen Artikel darüber, wie man dieses hartnäckige Fett los wird findest du hier:

Wie werde ich hartnäckiges Fett los?

Ich berücksichtige hier auch nur den ersten Monat. In diesem habe ich am meisten Fett verloren, und die weiteren 2 Monate des Intervallfastens schon kaum noch, da ich da bereits bei fast 12% Körperfettanteil angekommen war.

Nach einem Monat ging es mit dem Gewicht sogar schon wieder hoch, da ich begleitend zum Intervallfasten Kraftsport betrieben, und Muskelmasse aufgebaut habe.

Ich kann auch wirklich nur empfehlen zum Abnehmen begleitend Krafttraining zu machen. Wer lieber Joggen geht, oder Fahrrad fährt dem sei gesagt, das Kraftsport wesenlich mehr Kalorien verbrennt.

Da die meisten Leser sich hier sicher aber für Fettabbau interessieren, spare ich mir die Muskelaufbau-Werte für einen anderen Artikel.

Kalorien zählen und täglich wiegen

Das wichtigste Werkzeug um dies voneinander zu unterscheiden war meine Waage, welche Neben Gewicht auch Körperfettanteil (kurz KFA), Wasser, Muskeln und Knochenanteil berechnet.

Als nächstes habe ich mit der App YAZIO (es geht auch MyFitnessPal) jeden Tag ganz genau meine Kalorien gezählt. Dies hat gleich zwei unschlagbare Vorteile: Erstens hast du die volle Kontrolle über die eingesparten Kalorien, und kannst nicht versehentlich zu viel einsparen (Sichwort Jojo-Effekt), und zweitens ist es einfach großartig wenn du am Ende des Tages noch, sagen wir, 400 Kalorien übrig hast und ganz frei entscheiden kannst ob du sie mit einem großen Salat, einem Stück Steak, oder etwas Schokolade deckst.

Abnehmgeschwindigkeit ist relativ

Da Männer bei einem durchschnittllichen KFA von 18% und Frauen mit einem durchschnittlichen KFA von 23% auch unterschiedliche Untergrenzen haben solltest du als Mann damit rechnen dass sich die Abnehmgeschwindigkeit stark verlangsamt um so weiter du dich der kritischen Marke von ca. 12% annäherst.

Als Frau passiert dies schon, wie abzuleiten von den oben erwähnten Durschnittswerten, bei ca. 17% Körperfettanteil. Das ist natürlich nur ein ungefährer Wert, wird dir aber helfen zu verstehen wenn du plötzlich nicht mehr so schnell abnimmst wie vorher.

Dies alles ist aber kaum exakt zu erfassen, einfach weil jeder Körper anders ist, und zum anderen spielt es auch keine Rolle denn wichtig für dich ist nur folgendes: Um so mehr du abnimmst, desto langsamer nimmst du ab.

Damit du meine Zahlen für dich sinnvoll in Relation stellen kannst, hier meine Werte als ich mit dem Intervallfasten angefangen habe:

Zeitraum: 1 Monat

Körpergröße: 1,72

Gewicht: 68,5 Kg

Körperfettgehalt: ca. 15%

Zielgewicht: hatte ich nicht

Ziel-Körperfettgehalt: ca. 12%

Mein Ziel war nicht ein bestimmtes Gewicht zu erreichen, sondern meinen Körperfettgehalt von ca. 15% auf ca. 12% zu bekommen. Doch ich weiß, dass ich am Ende bei einem Gewicht von 64,5 Kg gelandet bin.

Somit habe ich in 4 Wochen mit einem täglichen Kaloriendefizit von durchschnittlich 400 Kalorien, sowie 3 Kraftsporteinheiten pro Woche und täglichem Intervallfasten über 16 Stunden insgesamt 4 Kilo abgenommen.

Das ist also ein ungefährer Richtwert an dem du dich orientieren kannst. Wenn du stark übergewichtig bist, wirst du in der selben Zeit mit dem selben Kaloriendefizit und genau so viel Sport vielleicht sogar etwas mehr abnehmen. Wenn du kleiner, und dünner bist als ich, wirst du weniger abnehmen.

Wichtig ist dabei, nimm nicht zu schnell ab, und iss gesund und ausgewogen. Bewege dich viel, trinke viel Wasser und versuche Spaß dabei zu haben. Nichts ist so wichtig, dass du dir deinen Körper oder deine Gesundheit ruinierst, nur um abzuspecken.

Viel Erfolg wünsche ich dir! Wenn du Fragen, schreib mir doch gerne einen Kommentar!

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